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Sicherheit von Hochbetten

Beim Kauf von Hochbetten, vor allem für Kinder, müssen einige Sicherheitsaspekte beachtet werden. Manches ist diesbezüglich aber recht einfach zu prüfen. Das Bett sollte auf jeden Fall stabil sein. Dazu sollte man einen Rütteltest machen. Dieser zeigt, ob das Bett kipp- und standsicher ist. Die einzelnen Elemente müssen fest miteinander verbunden sein, d. h. alle Schrauben müssen fest angezogen sein. Das Hochbett sollte auch unbedingt fest an der Wand verankert werden. Günstig ist es, wenn die einzelnen Elemente aus Holz oder Metall sind und nicht aus Spanplatten, die möglicherweise neben der mangelnden Stabilität auch noch das Problem der Schadstoffbelastung aufweisen können.

Wichtig ist, dass alle Kanten abgerundet sind, d. h., dass es keine spitzen oder scharfen Kanten am Bett gibt. Auch die Oberflächen und die Schrauben sollten glatt oder abgerundet sein. Die Leiter, die zum Hochbett führt, muss fest mit dem Bett verbunden und nach Möglichkeit mit einem Handlauf ausgestattet werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Tritten sollte nicht mehr als 20 bis 30 cm betragen und die Auftrittsbreite der Stufen mindestens 30 cm bei einer Auftrittstiefe von wenigstens 9 cm. Zur Sicherheit sollte vor dem Bett der Boden weich sein. Ein Nachtlicht hilft, wenn Kinder nachts einmal ihr Bett verlassen müssen. Der Lattenrost sollte fest im Bettenbodenrahmen liegen. Am besten ist es, wenn man auch auf Sicherheitszeichen, wie das TÜV- oder GS-Prüfzeichen achtet.

Weil Sturzunfälle besonders häufig bei kleineren Kindern auftreten, die noch nicht über eine ausreichende Koordination verfügen, empfehlen Fachleute Hochbetten erst ab einem Lebensalter von etwa sechs Jahren. Für das obere Bett bei einem Hochbett muss eine zusätzliche Absturzsicherung vorhanden sein. Diese wird als Brett, Gitter oder Geländer ausgeführt. Nach der DIN-Norm sollte sie 16 cm über der Matratze liegen. Fürchten Eltern trotzdem eine Sturzgefahr, so können sie zusätzlich Latten mit Zwischenabständen unter 6,5 cm oder so genannten Kaninchendraht mit einer Maschenweite um 0,8 cm anbringen.

Handelt es sich beim Hochbett um eine Doppelstock-Ausführung, d. h. ein Bettgestell mit zwei Betten, so schläft das jüngere Kind und vor allem ein Baby im unteren Bett. Selbst wenn Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, wie beispielsweise Bettgitter oder weiche Materialien vor dem Bett, die den Fall dämpfen, wird nicht empfohlen, dass Baby im Hochbett schlafen zu lassen. Überhaupt lassen sich die Biorhythmen von größeren Geschwistern und Babys schlecht miteinander vereinbaren. Es kann sein, dass das Baby am späten Morgen nochmals schläft oder seinen Mittagsschlaf halten möchte. Vielleicht will gerade dann das größere Kind im Kinderzimmer spielen oder sich Freunde zu Besuch einladen. Das wäre für beide Kinder störend.

Die Sicherheitsanforderungen für Etagen- und Hochbetten im Wohnbereich werden in der DIN EN 747-1 festgelegt, und zwar im Teil 1, wo die Anforderungen an Sicherheit, Dauerhaltbarkeit und Festigkeit geregelt sind. Erhältlich sind diese Richtlinien kostenpflichtig im Beuth Verlag.

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